Koordinaten: U-Bahn Station Huetteldorf, Wien
Datum: 12. April 2011
Zeit: 7 Uhr morgens
Ausstattung: Rucksack, paar Blaetter
Ziel: Afrika
Mission: Trampen bis Marokko
Rund 45 Minuten habe ich durchschnittlich gewartet auf den verschiedensten Raststaetten und Tankstellen verstreut durch ganz Westeuropa bis sich wer meiner erbarmt hat.
Nach ganzen 4 Tagen leben auf der Autobahn nun mein Resuemee:
Begonnen hat alles in Huetteldorf, an der Busstation mit einem Bogen Papier und der Aufschrift "Afrika over France & Spain". Dank vollster Motivitation vergingen die ca. 1 enthalb Stunden wie im Flug und schon reiste ich die erste Riesenetappe bis nach St. Poelten.
Mit kleinen Schritten kommt man anscheinend zum Ziel :).
Erstmals auf der Raststation in St. Poelten hiess es wieder ueber 2 geschlagene Stunden warten. Bis ich mit meiner Aufschrift mit "Just WEST" dann doch jemand ueberzeugen konnte.
Leider endete die zweite Etappe nicht viel weiter westlich in Ansfelden. Ok, so schnell geb ich dann auch nicht auf und schon konnte ich einen ungarischen LKW Fahrer ueberreden, mich mitzunehmen ohne zu wissen wo er ueberhaupt genau hinfuhr. Wir fuhren ueber Passau, Nuernberg, Stuttgart bis nach Baden-Baden. War ueber 7 Stunden mit ihm unterwegs. Da hab ich erstmals gemerkt wie langsam es auf einem Truck eigentlich vorangeht.
Das Autobahnhotel war leider total ueberteuert und so schlenderte ich zum naechsten Ort nur um herauszufinden, dass es keine Schlafmoeglichkeit gibt. Um halb 11 dann hat mich eine aeltere Dame beim Kebap Haus wartend mitgenommen, und mich in ihrer Kueche schlafen lassen - Fruehstueck inklusive :). Und weil ich anscheinend der erste Rucksackreisende in dem Ort war, wurde ich gleich auf den Kebap eingeladen. Das nenn ich mal nen Tag!
Naechsten Tag Frueh wieder auf der Raststation stehend, wurde ich gleich mal von den Bullen auf Drogen und Vorstrafen kontrolliert. Achja wusstet ihr das Trampen in Oesterreich, im Gegensatz jetzt zu Deutschland, als illegal gilt.
Nach ein paar weiteren Stopps zwischen den verschiedenen Raststaetten an den Grenzen zwischen Deutschland und Frankreich, nahm mich ein Slowene auf seinem Truck mit und so durfte ich gleich mal meine allererste Nacht in der Fahrerkabine verbringen + ein Abendessen namens Popcorn geniessen.
In Frankreich angefangen von Strassburg ueber Dijon und Bordeaux dann gemuetlich mit nem Deutschen LKW weiter bis an die spanische Grenze und von dort weiter mit einem Spanier bis nach Madrid (inkl. Uebernachtung in Fahrerkabine). Olala.
Jetzt darf ich getrost sagen, dass ich die Sorgen und Wuensche der Truckfahrer bis ins letzte Detail kenne. :)
Dann in Madrid die Enttaeuschung. Da ich auf den falschen Tankstellen abgesetzt wurde, konnte ich einfach keinen Fahrer finden, der mich in den tiefen Sueden von Spanien bringt. Nach ueber 2 Stunden in der heissen Mittagssonne wartend und nervtoetendem Smog, hat mich dann ein Spanier angesprochen, der mich mit seiner Schwiegermutter und seinem kleinem Kind bis nach Granda gebracht hat. Selbst auch ein Weltenbummler, konnte er mir gleich einige Geschichten ueber Westafrika erzaehlen.
So, nach ganzen 4 Tagen auf der Autobahn, konnte ich es gar nicht mehr erwarten mich auf ruhigerem Terrain wieder zu bewegen. Wobei wo gehts in Spanien schon ruhig zu :).
Jedoch mehr zu Granda, der wohl schraegsten Stadt in ganz Spanien, im naechsten Post.
PS: Kommentieren sollte nun auch fuer nicht registrierte Besucher moeglich sein.
PS2: Wie gewohnt, sind die Fotos wieder auf Picasa zu finden.
Hi, Hiasi!
ReplyDeleteDas sind ja gute Nachrichten :-)) und das an meinem ersten Ferientag!!!
Freu mich schon auf deinen nächsten Blog!
Machs gut,
GLG Ute
PS: Wär nett, wenn du zumindest wieder ein paar Fotos beschriften könntest!
na da hast du ja schon einiges hinter dir. Wien-Granada in 5 tagen is schon ne leistung. Viel spaß in Marokko, bin schon gespannt wies dir dort gefällt.
ReplyDeleteLg
Berni
@Ute: Fotos... ja schoen waers, mal schaun.
ReplyDelete@Berni: Ja bin eigentlich nie von der Autobahn weiter weg :). Ein Weg und ein Ziel namens Afrika!!!