Thursday, May 5, 2011

Westafrika ich komme

In Senegal per Flieger um 2 Uhr frueh angekommen der erste Schock!

Mein Plan am Flughafen zu uebenachten ist wohl fuer die Fische. Du hast noch nicht mal das Gepaeck und schon wirst du von Wannabe Gigolos belagert. Und man tut sich sehr schwer diese abzuhaengen.

Schnell in die naechsten Flughafenbar gefluechtet habe ich einen Franzosen kennengelernt der mit einem Senegalesen, namens Philipe, ein Bier getrunken hat, welcher als Sicherheitskraft am Flughafen arbeitet. (Okok fragt mich jetzt bitte nicht, wie ernst er seinen Job nimmt). Und nach ein paar Minuten schon war mein Heim fuer die naechsten Tage gesichert.

Philippe hatte mir angeboten bei deim Haus seiner Mutter in einem Vorort von Dakar zu uebernachten.
Besser konnte das Osterwochenende nicht ablaufen. Ich verbrachte drei Tage gemeinsam mit ihnen und verstanden uns so gut, dass der Abschied echt schwer fiel. Sie waren katholisch und aufregender konnte daher Ostern im Jahre 2011 fuer mich gar nicht kommen.
Das einzig besorgniserregende nur war, dass sie ihre Religion so ernst nahmen, dass es andauernd lateinische Chorgesaenge gespielt hat und sich sogar mit Halleluja gegruesst haben. Haha...
Die Big Mum, die das Haus fest im Griff hatte, war ganz schockiert wie ich meine Version des Glaubens ihr erzaehlt habe. Dennoch sie sorgte sich ausserordentlich gut fuer mich.

Auch die westafrikanischen Freiluftmessen lies ich mir natuerlich nicht entgehen, und schon war ich als einziger Weisser im ganzen "Dorf" bekannt.

Auch Tibur, der juengste Sohn der Family, war an diesem Wochenende zu Hause und er sprach echt gutes Englisch und verbrachte mit ihm die meiste Zeit. Weil wir uns so gut verstanden habe, bin ich Montags dann mit ihm zum Unicampus nach Saint Louis mitgefahren und durfte mehrere Tage senegalischer Student sein.
Echt eine tolle Atmosphaere dort und er hat mir das Uni leben so richtig schmackhaft gemacht.

Echt schweren Herzens bin ich dann nach ein paar Tagen weiter Richtung Mali getrampt. Trampen mag vielleicht in Verbindung mit Afrika wie eine Schlagermusik im Ohr klingen, aber es ist die normalste Sache ueberhaupt. Es gibt ihr wenige private Autos auf den Strassen und die Fahrer sind natuerlich bedacht darauf, es moeglichst voll mit Leuten zu kriegen. Natuerlich wir ein Obolus verlangt, aber dass versteht sich ja hoffentlich von selbst in solch Laendern.

Waehrend den langen zaehen Stunden in diversen Autos und Bussen beobachtet entlang der Strassen die vielen kleinen Doerferen die oft nicht mehr als zwei drei Familien bestanden. Beeindruckt von diesen kleinen Gemeinschaften, sagte ich dem Fahrer er soll mich ein paar Kilometer vor der naechsten groesseren "Stadt" absetzen, so dass es fuer mich nicht allzu weit ist dort nach ein paar Tagen zu Fuss hinzugehen.
Und es ja allgemein bekannt, dass man auf Reisen Dine macht, denen man sonst eher fragwuerdig gegenueber steht.
Bin daher ins naechstbeste Dorf gegangen und hab versucht ihnen mitzuteilen, ob ich nicht bei ihnen uebernachten darf. Obwohl keiner ein Wort Englisch sprach und ich deto Franzoesisch verbracht ich zwei wundervolle Naechte bei ihnen, durfte mit ihnen Essen und half ihnen sogar bei diversen Arbeiten. Bezahlt wurden die Unkosten fuer Essen. Kanns noch besser laufen?

Glaubt mir Senegal od. generell Westafrika hat nicht viel Attraktionen die man sich als Tourist erwarten wuerde, zu bieten. Aber genau die oeben beschriebene Leichtigkeit mit dem Umgang untereinander macht es so interresant und spannend. Mehr Gedanken diesbezueglich, jedoch mal in einem anderen Kapitel.

Befinde mich derzeit gerade in der Hauptstadt Malis, namens Bamako. Nach schwachen 2 Wochen Senegal darf ich dieses Kapitel somit mal schliessen.

Abrundend gesagt habe ich in Senegal keine einzige schlechte Erfahrung gemacht. Dadurch dass es einige Christen auch gibt, war es zum Teil einfacher miteinander zu kommunizieren, bzw. einander zu verstehen. Menschen sind doch sehr von der Religion gepraegt. Bezueglich Umgang untereinander, aber auch simple Dinge wie Musik od. Ernaehrung, der Wert der Frau, etc. Das soll jetzt keine Kritik sein, sondern eine simple Erfahrung. Muslime haben ihre eigene Besonderheiten, die genauso positiv sind wie ueberall anders.

Entschuldigen schon jetzt moechte ich mich fuer die (versprochenen) Fotos. Die Internetverbindungen, auch in den Staedten ist leider so langsam, dass es einfach keinen Sinn macht, Fotos, geschweige denn Videos, raufzuladen. Dass wird sich auch in anderen Laendern nicht anders sein.

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